Ratgeber

Die Karriereseite,
die tatsächlich wirkt.

Bewerber schauen sich Ihr Unternehmen an, bevor sie sich melden. Was sie dabei sehen, entscheidet häufiger über die Bewerbung als die Stellenanzeige selbst.

6 Minuten Lesezeit von Werbeagentur Singen – x mind

Warum die eigene Seite wichtiger ist als das Portal

Der übliche Ablauf: Ein Kandidat findet Ihre Anzeige in einem Portal, liest sie — und googelt dann Ihr Unternehmen. Was er auf Ihrer Website findet, entscheidet, ob er den nächsten Schritt macht.

Steht dort nur eine Sammel-Mailadresse und der Satz „Initiativbewerbungen sind willkommen", war die Anzeige umsonst. Die Karriereseite ist damit kein Zusatz zum Portal, sondern die Stelle, an der die Entscheidung fällt.

Dazu kommt: Berufsbezeichnung plus Ortsname ist eine der häufigsten Suchanfragen überhaupt. Liegen Ihre Stellen nur im Portal, findet Google sie bei Ihnen nicht — und Sie bezahlen dafür, dass jemand zwischen Ihnen und dem Bewerber steht.

Was tatsächlich draufgehört

In der Reihenfolge, in der es Bewerber interessiert:

  1. Welche Stellen sind offen — im Klartext, nicht als PDF-Liste.
  2. Was der Job wirklich umfasst. Ein normaler Arbeitstag, keine Aufzählung von Anforderungen.
  3. Wer der Ansprechpartner ist — mit Namen, Gesicht und Durchwahl. Das senkt die Hemmschwelle erheblich.
  4. Wie es aussieht. Bilder vom Arbeitsplatz und den Kollegen, nicht aus der Bilddatenbank.
  5. Was Sie bieten — konkret. „Flexible Arbeitszeiten" sagt nichts, „Gleitzeit zwischen 6 und 9 Uhr" schon.
  6. Wie es weitergeht. Wer meldet sich wann, wie viele Gespräche gibt es.

Die Fehler, die am meisten kosten

  • Das Bewerbungsformular mit zwanzig Pflichtfeldern. Jedes zusätzliche Feld kostet Bewerbungen. Name, Kontakt, Anhang genügt für den Erstkontakt.
  • Anschreiben verlangen. Bei gewerblichen Stellen inzwischen ein echter Bremsklotz. Wer den Kandidaten will, ruft an.
  • Stockfotos. Das lächelnde Team im Großraumbüro, das es bei Ihnen nicht gibt. Der Bewerber merkt es.
  • Nicht mobil bedienbar. Ein erheblicher Teil der Bewerbungen entsteht am Handy, oft abends.
  • Veraltete Stellen. Eine seit anderthalb Jahren offene Stelle wirkt nicht attraktiv, sondern verdächtig.

Damit Google die Stellen findet

Google hat eine eigene Darstellung für Stellenanzeigen in den Suchergebnissen. Damit Ihre Stellen dort erscheinen, brauchen sie drei Dinge:

  • eine eigene Unterseite je Stelle, nicht alle auf einer Sammelseite,
  • strukturierte Daten für Stellenanzeigen mit Titel, Ort, Beschäftigungsart und Datum,
  • ein aktuelles Veröffentlichungsdatum — abgelaufene Anzeigen gehören entfernt.

Das ist einmalige Einrichtungsarbeit und danach reine Pflege. Der Vorteil: Sichtbarkeit in der Google-Jobsuche ohne Vermittlungsgebühr.

Der regionale Faktor im Hegau

Betriebe im Hegau konkurrieren bei der Personalsuche mit Arbeitgebern jenseits der Grenze, die deutlich höhere Löhne zahlen. Wer diese Auseinandersetzung über das Gehalt führt, verliert sie.

Was tatsächlich zieht, sind die Dinge, die ein Schweizer Arbeitgeber nicht bieten kann: kurzer Arbeitsweg ohne Grenzverkehr, planbare Zeiten, ein überschaubares Team, in dem man nicht Nummer 400 ist. Diese Argumente sind real — sie stehen nur meist nirgends.

Häufige Fragen

Für kurzfristigen Bedarf oft ja. Dauerhaft zahlen Sie damit dafür, dass ein Portal zwischen Ihnen und dem Bewerber steht. Eigene Stellenseiten mit strukturierten Daten können in der Google-Jobsuche erscheinen — ohne Gebühr.

Ausführlich genug, dass jemand den Arbeitsalltag vor sich sieht, aber ohne Anforderungskatalog. Beschreiben Sie einen typischen Tag statt eine Wunschliste.

Nicht zwingend. Eine Mailadresse mit Ansprechpartner reicht oft und hat die geringste Hemmschwelle. Wenn ein Formular, dann mit möglichst wenigen Pflichtfeldern.

Es erhöht die Zahl passender Bewerbungen deutlich und spart beiden Seiten Zeit. Wenn eine feste Zahl nicht möglich ist, hilft schon eine Spanne.

Fragen zu Ihrem Projekt?
Erstgespräch kostenlos.

Jetzt anfragen