Ratgeber

Relaunch ohne
Rankingverlust.

Die neue Website ist schöner — und die Anfragen brechen ein. Das ist kein Zufall, sondern ein vermeidbarer Fehler. Die Checkliste.

6 Minuten Lesezeit von Werbeagentur Singen – x mind

Warum Rankings beim Relaunch einbrechen

Google hat Ihre alte Website über Jahre kennengelernt: welche Seite unter welcher Adresse liegt, welches Thema sie behandelt, wie sie verlinkt ist. Bei einem Relaunch ändern sich oft alle Adressen gleichzeitig.

Wenn eine bekannte Adresse plötzlich einen Fehler liefert, verliert Google nicht nur diese Seite, sondern auch das Vertrauen, das sie aufgebaut hatte — inklusive der Verlinkungen, die von außen darauf zeigen. Genau das ist der Einbruch, den viele nach einem Relaunch sehen und der Agentur zunächst nicht zuordnen.

Vor dem Relaunch: Bestand sichern

Bevor irgendetwas Neues gebaut wird, gehören drei Dinge festgehalten:

  1. Alle bestehenden Adressen exportieren. Aus der Search Console und einem Crawl der alten Seite. Diese Liste ist die Grundlage für alles Weitere.
  2. Die wichtigsten Seiten identifizieren. Welche Seiten bringen tatsächlich Besucher? Welche haben Verlinkungen von außen? Diese Seiten brauchen besondere Aufmerksamkeit.
  3. Ausgangswerte dokumentieren. Positionen, Besucherzahlen, Anfragen. Ohne Vorher-Wert lässt sich hinterher nicht beurteilen, ob etwas schiefging.

Der wichtigste Schritt: Weiterleitungen

Für jede alte Adresse muss festgelegt sein, wohin sie künftig führt. Technisch als dauerhafte Weiterleitung (301), damit Google versteht, dass der Inhalt umgezogen und nicht verschwunden ist.

Zwei Fehler passieren dabei besonders häufig:

  • Sammelweiterleitung auf die Startseite. Bequem, aber wirkungslos — Google wertet das faktisch wie einen Verlust. Jede Seite gehört auf ihr thematisches Gegenstück.
  • Weiterleitungsketten. Alt zeigt auf mittel, mittel zeigt auf neu. Jede Station kostet, und ab einer gewissen Länge folgt Google nicht mehr.

Am Tag des Umzugs

  • Sperre für Suchmaschinen entfernen. Während der Entwicklung wird die Seite oft für Suchmaschinen gesperrt. Bleibt diese Sperre nach dem Start bestehen, verschwindet die Website binnen Tagen komplett aus dem Index. Das ist der teuerste und zugleich häufigste Fehler überhaupt.
  • Neue Sitemap einreichen. In der Search Console, damit die neue Struktur schnell erfasst wird.
  • Weiterleitungen stichprobenartig testen — vor allem die wichtigsten zwanzig Adressen.
  • Adressvariante festlegen. Mit oder ohne www, mit oder ohne Schrägstrich am Ende — eine Variante, konsequent, und alles andere leitet dorthin. Widersprüche hier kosten unnötig Kraft.

Die Wochen danach

Ein leichter Rückgang in den ersten zwei bis vier Wochen ist normal — Google muss die neue Struktur erst verarbeiten. Wenn sich die Werte nach sechs bis acht Wochen nicht erholt haben, liegt ein Fehler vor.

Was Sie in dieser Zeit beobachten sollten: Fehlerseiten in der Search Console, die Zahl der indexierten Seiten und die Positionen Ihrer wichtigsten Begriffe. Auffälligkeiten zeigen sich fast immer zuerst bei den Fehlerseiten.

Wenn Sie einen Relaunch planen und unsicher sind, ob das berücksichtigt ist: Fragen Sie Ihren Dienstleister nach dem Weiterleitungskonzept. Kommt darauf keine klare Antwort, ist das ein Warnzeichen.

Häufige Fragen

Bei sauberer Umsetzung sind Schwankungen nach zwei bis vier Wochen ausgestanden. Wenn sich nach sechs bis acht Wochen nichts erholt hat, liegt ein technischer Fehler vor — meist bei den Weiterleitungen.

Nicht die Adressen selbst, aber jede alte Adresse braucht eine dauerhafte Weiterleitung auf ihr inhaltliches Gegenstück. Eine Sammelweiterleitung auf die Startseite reicht nicht.

Die während der Entwicklung gesetzte Sperre für Suchmaschinen bleibt nach dem Start aktiv. Die Website verschwindet dann innerhalb weniger Tage vollständig aus dem Index.

Die Prüfpunkte auf dieser Seite können Sie selbst abhaken und Ihrem Dienstleister vorlegen. Das allein verhindert die meisten Probleme.

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